Videos speichern nicht jedes Bild einzeln. Ab und zu gibt es ein I-Frame (ein komplettes Bild), dazwischen viele P-Frames, die nur die Änderung zum vorigen Frame speichern — Bewegungsvektoren plus Differenz. Normalerweise reicht das, weil der Decoder nach jedem I-Frame wieder eine saubere Referenz hat.
Datamoshing trickst genau das aus: fehlt ein I-Frame, hat der Decoder für die folgenden P-Frames keine gültige Referenz mehr. Er nimmt stattdessen das letzte Bild, das er noch im Speicher hat, und wendet die neuen Bewegungsvektoren trotzdem darauf an. Das alte Bild wird dadurch verschmiert und verzogen, während sich die neue Bewegung durchsetzt. Genau dieser Dekodier-Fehler ist der Effekt — kein Filter, echte Bit-Manipulation.
Der Effekt wirkt am stärksten, wenn zwei unterschiedliche Videos ineinander morphen. Ein einzelnes Video meltet nur in sich selbst — schon cool, aber weniger dramatisch.
Über den "Leinwand"-Button lässt sich eine feste Ziel-Auflösung/-Seitenverhältnis festlegen (z.B. Hochformat für Instagram) — jeder Clip wird dann automatisch eingepasst: Füllen skaliert hoch und schneidet den Überschuss ab (Versatz-Regler verschieben, welcher Ausschnitt erhalten bleibt), Einpassen skaliert runter und füllt den Rand mit der gewählten Hintergrundfarbe, Strecken ignoriert das Seitenverhältnis bewusst für einen zusätzlichen Verzerrungs-Look. Ohne explizite Leinwand legt der erste hochgeladene Clip sie automatisch anhand seines eigenen Seitenverhältnisses fest.
Färbt den Clip Richtung einer gewählten Farbe ein (z.B. Grün für einen CCTV-/Nachtsicht-Look) — die "Stärke" blendet stufenlos zwischen Originalfarben (0%) und vollem Farbstich (100%), Bildhelligkeit und Struktur bleiben dabei erhalten.
Kurz gesagt: kein verschobener Cut-Point = kein Effekt. Zwei sehr unterschiedliche Clips mit dem Cut-Point von Clip 2 am Anfang = maximaler Morph. Änderungen wirken erst nach Klick auf "Jetzt aktualisieren" — kein Live-Preview während des Reglerziehens.